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Pathologie

Direktor:
Prof. Dr. Arndt Hartmann
Uni-Klinikum, Medizinische Fakultät, Onkologie, Pathologie

Ausgezeichnete Forschungsarbeit im Bereich Tumorimmunologie

Dr. Markus Eckstein mit Clinical Science Award 2019 der DGFIT geehrt

Die Deutsche Gesellschaft für Immun- und Targeted Therapie e. V. (DGFIT) verleiht jedes Jahr den Clinical Science Award, um herausragende Arbeiten und Arbeitsgruppen rund um das Forschungsgebiet der Immun- und Targeted Therapie zu fördern. Dr. Markus Eckstein, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistenzarzt am Pathologischen Institut (Direktor: Prof. Dr. Arndt Hartmann) des Universitätsklinikums Erlangen, verdiente sich mit seiner Arbeit den 2. Platz. Dafür erhielt er die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung der DGFIT.

In den vergangenen vier Jahren publizierte Dr. Eckstein bereits zahlreiche Beiträge zur Tumorimmunologie von Urothelkarzinomen der Harnblase. Ein unabhängiges Preiskomitee kam nach Begutachtung der vielen ungewöhnlich guten eingereichten Arbeiten zu dem Schluss, die diesjährigen Auszeichnung der DGFIT ausnahmsweise an zwei Preisträger zu vergeben. Einer der beiden ist Dr. Markus Eckstein, der für seine herausragenden Ergebnisse im Rahmen seiner Forschungsarbeit mit dem Titel „The Tumor Immune Microenvironment Drives a Prognostic Relevance That Correlates with Bladder Cancer Subtypes“ ausgezeichnet wurde.

Das Erlanger Forschungsteam unter Leitung von Markus Eckstein ging der Frage nach, wie lange ein Patient mit muskelinvasivem Blasenkrebs überlebt und welche Therapie am besten wirkt. Für die Studie wurden die Daten von 542 Patientinnen und Patienten mit dem aggressivsten Typ eines Blasentumors analysiert. Die Forscherinnen und Forscher fanden heraus, dass der Therapieerfolg und das Überleben der Betroffenen durch die Bestimmung der weißen Blutkörperchen, die als stromale tumorinfiltrierenden Lymphozyten (sTIL) bezeichnet werden, vorhergesagt werden können. Diese Lymphozyten werden dabei als einfacher morphologischer Parameter und als Biomarker eingesetzt: Ihre Menge und räumliche Verteilung innerhalb des Tumorimmunmilieus erlauben Prognosen über die Stadien der Tumorentzündung und Tumorsubtypen und helfen bei der Personalisierung der Patiententherapie. In aktuell laufenden Arbeiten und klinischen Studien soll nun geklärt werden, ob diese Biomarker dafür geeignet sind, das Ansprechen auf Chemo- und Immuntherapien von Patientinnen und Patienten mit muskelinvasivem Blasenkrebs vorherzusagen.

Weitere Informationen:

Dr. Markus Eckstein
Telefon: 09131 85-22525
E-Mail: markus.ecksteinatuk.erlangen.de

 

 

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