Arbeitsgruppe Translationale Immunpathologie
Herzlich willkommen auf der Webseite der Arbeitsgruppe Translationale Immunpathologie des Pathologischen Instituts am Uniklinikum Erlangen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Die Arbeitsgruppe für Translationale Immunpathologie wird durch die Else Kröner Clinician Scientist Professur von Prof. Dr. Dr. Markus Eckstein getragen. Gemeinsam mit mehreren Clinician Scientists, Medical Scientists und technischen Mitarbeitenden verbinden wir moderne Gewebeanalytik mit klinischen Fragestellungen. Unser Ziel ist es, die Wechselwirkungen zwischen Tumor-, Immun- und Stromazellen zu verstehen und daraus neue Biomarker, diagnostische Verfahren und therapeutische Ansätze abzuleiten. Hierfür nutzen wir räumliche Multi-Omics-Verfahren, molekulare und epigenetische Analysen sowie digitale Pathologie und künstliche Intelligenz. Im Mittelpunkt stehen solide Tumoren, insbesondere urotheliale Karzinome, Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinome und Pankreaskarzinome. Durch die enge Verzahnung von Forschung, Diagnostik und klinischer Versorgung schaffen wir eine direkte Verbindung zwischen mechanistischer Grundlagenforschung und patientennaher Translation.
Strategische Positionierung
Unser Forschungsprogramm verbindet drei komplementäre Strukturen:
- Spatial Multi-Omics zur mechanistischen Analyse von Gewebe
- Biomarker- und Studienpathologie zur klinischen Validierung und Translation
- Akkreditierte Qualitätssicherung zur standardisierten diagnostischen Implementierung
- Damit entsteht eine durchgängige translationale Pipeline:
Forschungsschwerpunkte
Translationale Immun- und Präzisionspathologie solider Tumoren
Im Zentrum steht die Frage, wie das räumliche Zusammenspiel von Tumor-, Immun- und Stromazellen Therapieansprechen, Resistenz und Toxizität bestimmt. Mithilfe von Spatial Multi-Omics charakterisieren wir funktionelle Zellzustände und zelluläre Nachbarschaften und identifizieren therapeutisch adressierbare Mechanismen.
Ausgewählte Kernarbeiten
- Pfannstiel et al., Cancer Immunology Research 2019
- Weyerer et al., Cancers 2021
- Erlmeier et al., European Urology 2023
- Branz et al., Frontiers in Immunology 2024
- Kalogirou et al., Journal for ImmunoTherapy of Cancer 2025
- Zhou, Eckstein et al., MedComm 2026
Prädiktive Molekular- und Biomarkerpathologie
Wir entwickeln und validieren gewebebasierte Biomarker, die Therapieentscheidungen unmittelbar unterstützen. Komplexe molekulare Daten werden hierfür in robuste, klinisch einsetzbare Assays überführt. Ein Schwerpunkt ist die Identifikation von Biomarkern für Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, zielgerichtete Therapien und Immuntherapien.
Ausgewählte Kernarbeiten
Digitale Pathologie und KI-gestützte Gewebediagnostik
Wir verbinden digitale Histopathologie mit molekularen, klinischen und Omics-Daten. Ziel sind reproduzierbare KI-Modelle und quantitative Bildbiomarker, die molekulare Testungen gezielter machen und prognostische oder prädiktive Informationen unmittelbar aus Routinematerial ableiten.
Ausgewählte Kernarbeiten
Studien-, Kohorten- und Referenzpathologie
Unsere Arbeitsgruppe bildet die Schnittstelle zwischen Gewebeforschung, diagnostischer Pathologie und klinischen Studien. Dafür verbinden wir Biobanking, studienbegleitende Biomarkertestung, zentrale Referenzpathologie und externe Qualitätssicherung in einer gemeinsamen translationalen Infrastruktur.
Ausgewählte Kernarbeiten
- Cox et al., European Urology 2023
- Haas et al., BJU International 2024
- Angeloni et al., Laboratory Investigation 2025
- Haas et al., European Urology Open Science 2025
- Klümper et al., Journal of Clinical Oncology 2024
Die Infrastruktur wird in nationale und internationale Verbünde wie BRIDGE und GUARDIANS sowie in akademische und industrielle Studien der Phasen I bis III eingebracht. Über die akkreditierte Ringversuchszentrale wurden gemeinsam mit der Qualitätssicherungs-Initiative Pathologie bereits mehr als 30 Ringversuche durchgeführt.
Entitätsübergreifender Transfer auf immunvermittelte Erkrankungen und Zelltherapien
Unsere Methoden sind nicht auf einzelne Tumorentitäten beschränkt. Spatial Multi-Omics, Einzelzellanalytik und digitale Gewebediagnostik werden auch genutzt, um immunvermittelte Erkrankungen und neue zellbasierte Therapien mechanistisch zu untersuchen.
Ausgewählte Kernarbeiten
Diese Arbeiten zeigen, dass eine CD19-CAR-T-Zelltherapie eine besonders tiefe und räumlich koordinierte Depletion des B-Zell-Kompartiments im Gewebe bewirken kann. Damit liefern sie ein mechanistisches Korrelat für anhaltende Remissionen bei Autoimmunerkrankungen.
Internationale und nationale Kooperationen
National
- BRIDGE Consortium e.V.
- GUARDIANS
- Antoniu-Oreste Gostian (HNO) -- Universitätsklinikum Erlangen und Klinikum Straubing
- Markus Hecht (Strahlenklinik), Kerstin Junker (Urologie) -- Universitätsklinikum Homburg
- Andreas Kist (AIBE) -- FAU Erlangen-Nürnberg
- Niklas Klümper (Urologie), Michael Hölzel (IEM), Johannes Brägelmann (Med 3) – Universitätsklinikum und Universität Bonn
- Christoph Kuppe (Nephrologie) -- RWTH Aachen
- Henning Reis (Pathologie), Tibor Szarvas (Urologie), Viktor Grünwald (Uroonkologie) -- Universitätsmedizin Essen
International
- Peter C. Black, Alberto Contreras-Sanz (Urology) – University of British Columbia (Vancouver, Canada)
- Laura Bukhavina (Urology), Shilpa Gupta (Genitourinary Oncology) -- Cleveland Clinic (USA)
- Nazario Tenace Mauricio Collechia (Pathology), Andrea Necchi (Genitourinary Oncology) -- IRCSS Vita-Salute San Raffaele Hospital (Italy)
- Parkash Gill (Medical Oncology), Sarmad Sadeghi (Medical Oncology) -- Keck School of Medizine USC (USA)
- Jonathan Rosenberg (Genitourinary Oncology), David Aggen (Genitourinary Oncology), Michal Sternschuss (SKI Medicine), Hikmat al Ahmadie (Pathology) – Memorial Sloan Kettering Cancer Center (MSKCC, NYC, USA)
- Joshua Meeks (Urology) – Northwestern Medicine und Northwestern University (Chicago, USA)
Drittmittelförderung
Unsere Forschungsarbeiten wurden und werden unter anderem durch folgende Institutionen und Partner gefördert:
Öffentliche und gemeinnützige Förderer
- Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention
- Bayerisches Zentrum für Krebsforschung
- Bundesministerium für Bildung und Forschung bzw. BMFTR
- Deutsche Krebshilfe
- Else Kröner-Fresenius-Stiftung
- Interdisziplinäres Zentrum für Klinische Forschung der FAU Erlangen-Nürnberg
- United States Department of Defense
- Wilhelm Sander-Stiftung
Industrielle Förderer und Kooperationspartner
- AstraZeneca
- Bicycle Therapeutics
- Cepheid
- Cullinan Therapeutics
- Gilead
- Janssen Research & Development
- Owkin
- Qualitätssicherungs-Initiative Pathologie, QuIP
Doktorarbeiten
aktuelle medizinische und zahnmedizinische Doktoranden
Laura Gloßner
Mahmoud Hanfy
Noemi Lause
Laura Landgraf
Felix Meer
Max Wagner
Tobias Zangl
abgeschlossene Doktorarbeiten
Dr. med. Annalena Branz
Dr. med. Fabienne Lange
Dr. med. dent. Jana Morawietz
Dr. med. Carolin Pfannstiel
Dr. med. Adrian Wullweber
Leitung
Prof. Dr. med. Dr. rer. biol. hum. Markus Eckstein
Geschäftsführender Oberarzt | Professur für Translationale Immunpathologie | Leitung Diagnostiklaboratorien (Eingang, IHC) | Leitung CCC/NCT Gewebebank | Lehrkoordination
Telefon: 09131 85-47792
Organisation
Wissenschaftliche Mitarbeiter
Ärztliche Mitarbeiter - Clinician Scientists
Dr. med. Fabienne Lange
Oberärztin | Leitung Obduktionswesen (Prosektur) | stv. Leitung Studienzentrale
E-Mail: fabienne.lange(at)uk-erlangen.de





